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DFB-Pokal - Hoffenheim hält Fohlen im Zaum

4. Januar 2011
Statistik des Spiels: Null

84. Die Hausherren spielen sich noch einmal schnell in den Gladbach-Strafraum vor. Peniel Mlapa bekommt den Ball in den Rückraum gelegt und scheitert mit seinem Schuss aus zehn Metern an Heimeroth, der das Leder festh?lt.

16. Thorben Marx wird im Strafraum sch?n angespielt und zieht aus zehn Metern von halblinker Position ab. Doch der 29-J?hrige verzieht und schie?t deutlich vorbei.

40. Sigurdsson zieht mit einem Freisto? aus knapp 30 Metern ab. Der Ball streicht knapp am Geh?use vorbei.

41. Boris Vukcevic setzt einen Schuss aus der Distanz knapp am Gladbacher Kasten vorbei.

Für Borussia M?nchengladbach gibt es gegen die TSG 1899 Hoffenheim einfach nichts zu holen. Null Siege aus acht Duellen lautet die Gladbacher Bilanz bei drei Unentschieden.

63. TOOOR für Hoffenheim! Nach einer Ecke von Salihovic von der rechten Seite verl?ngert Vorsah den Ball am kurzen Pfosten mit dem Kopf zu Ba, der das Leder aus drei Metern zum 2:0 einspitzelt.

Die Gastgeber konnten nach zuletzt vier Unentschieden in Folge mal wieder einen Sieg feiern. Die Elf von Trainer Ralf Rangnick tat sich gegen den Tabellenletzten lange schwer, gl?nzte in der Offensive aber dann vor allem mit gef?hrlichen Standardsituationen. Gladbach zeigte sich in der Offensive nicht durchschlagskr?ftig genug.

26. Sebastian Rudy tankt sich stark gegen drei Gladbacher bis in den Strafraum durch und legt den Ball noch einmal quer. Demba Ba schlittert vor dem leeren Tor haarscharf am Leder vorbei.

Verlierer des Spiels: Christofer Heimeroth

42. Salihovic l?uft zum Freisto? aus gut 25 Metern an und bugsiert das Leder mit seinem linken Fu? knapp am rechten Kreuzeck vorbei.

Knaller des Spiels: Gylfi Sigurdsson

Der 21-J?hrige strotze nur vor Selbstvertrauen und schoss viele gef?hrliche Flanken und Freist??e. Der Isl?nder belohnte seine gute Leistung mit seinem Freisto?tor zum vorentscheidenden 1:0.

Christofer Heimeroth (Borussia M?nchengladbach): “Das Tor nehme ich auf meine Kappe. Ich dachte, der Ball fliegt in die andere Ecke.”

Michael Frontzeck (Trainer Borussia M?nchengladbach): “Es kann nicht sein, dass man wieder durch zwei Standards verliert, auch wenn die Niederlage verdient war.”

58. Tobias Levels rutscht bei einer Flanke von links weg und l?sst Sigurdsson aus 13 Metern frei zum Abschluss kommen. Der Isl?nder ist zu hektisch und setzt den Ball über das Tor.

47. Vukcevic dribbelt in den Strafraum und schlie?t aus halbrechter Position aus elf Metern flach ab. Gladbach-Keeper Christofer Heimeroth kann den Schuss gerade noch nach vorne abblocken.

Stimmen zum Spiel:

Lehren des Spiels:

Der Gladbacher Torwart konnte wenig überzeugen. Der 29-J?hrige sah beim Freisto?-Gegentor nicht gut aus, als der Ball in der Torwartecke einschlug.

H?hepunkte des Spiels:

50. Michael Bradley fackelt im Strafraum nicht lange und h?lt aus 15 Metern drauf. Daniel Haas h?lt den zentralen Schuss fest.

35. TOOOR für Hoffenheim! Statt Sejad Salihovic l?uft Sigurdsson zum Freisto? an und bef?rdert den Ball mit einem Schuss in die rechte Torwartecke zum 1:0 in die Maschen.

Marvin Compper (TSG 1899 Hoffenheim): “Unser Ziel war das Weiterkommen. Egal, ob sch?n oder dreckig. Es ist unglaublich wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen.”

Die TSG erreicht mit dem Erfolg wie im Vorjahr das Viertelfinale, wo das Team damals bei Werder Bremen scheiterte (1:2). Die Gladbacher sind in dieser Pokal-Saison eine Runde weiter gekommen als 2009, wo das Team in der zweiten Runde gegen den MSV Duisburg verlor (0:1).

Die TSG 1899 Hoffenheim ist im DFB-Pokal mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Borussia M?nchengladbach wie im Vorjahr im Viertelfinale angekommen. Für die Kraichgauer trafen vor 23.500 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena Gylfi Sigurdsson (35.) und Demba Ba (63.) nach zwei Standardsituationen.

DFB-Pokal - FCB- Vorne verzückt, hinten verrückt

4. Januar 2011
Denn was die Münchner in den 90 Minuten zuvor boten, hatte mit einer erstklassigen Leistung nur sehr wenig zu tun. Wie die kleinen Jungs auf dem staubigen Bolzplatz spielte die Millionen-Truppe, vorne wie verzückt, auf Abwehr aber hatte keiner Lust. Wie schon drei Tage zuvor in der Bundesliga waren Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Kollegen schnell in Front gegangen, bevor das Unheil in Form von Gegentoren über sie hereinbrach. War es Arroganz, war es fehlende Abstimmung oder gar mangelnde individuelle Klasse - ein russischer Kraftprotz namens Pawel Pogrebnjak kam zwei Mal über sie, die Führung war futsch.

Analytisch betrachtet, abseits der warmen Worte, war das Spiel des VfB gegen die Bayern nur bedingt wertvoll. Viele Tore, natürlich sch?n anzuschauen, aber für die Trainer ein Graus. So überraschte dann auch, dass Perfektionist Louis van Gaal ein “super Spiel” gesehen haben will. Normal müsste er sich Sorgen machen. Anatoli Timoschtschuk gegen Pogrebnjak überfordert, Breno gewohnt unkonzentriert, der eingewechselte Daniel van Buyten hüftsteif wie eh und je - es ist nicht so als h?tten die Bayern kein Abwehrproblem. Von Nachbesserung in Form eines Leighton Baines vom FC Everton wollte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger allerdings (noch) nichts wissen.

Van Bommel l?sst Zukunft im Nebel

Labbadia dreht am gro?en Rad

Am Ende reichte es dann doch für die oftmals pomadig wirkenden Bayern. Dabei erz?hlte gerade die zweite Halbzeit viele Geschichten. Da gab es diese Szene, die der Stuttgarter Abwehrhüne Khalid Boulahrouz gegenüber eurosport.yahoo.de schlichtweg als “Fair Play” bezeichnete. In der Tat kommt es im Profi-Fu?ball selten vor, dass ein Spieler seinen Gegenüber vor einer Hinausstellung bewahren will. Bastian Schweinsteiger konnte Boulahrouz nicht retten, aber VfB-Trainer Bruno Labbadia schwelgte dennoch in Superlativen. “Der FC Bayern hat viele gute Spieler in seine Reihen und einen ganz Gro?en: Bastian Schweinsteiger”, meinte er.

Sage und schreibe mit 6:3 gewonnen, das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Weihnachten kann kommen, alles in Butter bei der Star-Truppe von der Isar? Mitnichten.

überhaupt ergossen sich die Bayern zu sp?ter Stunde wieder einmal in Dementis. Mark van Bommel lie? seine viel diskutierte sportliche Zukunft (Wolfsburg, England?) im Nebel, und auch Miroslav Klose (Hoffenheim?) ist einfach nur “zufrieden” mit seiner Situation. Nur einer machte wenig Umschweife: Martin Demichelis Wechsel nach Spanien (Malaga, Valencia) dürfte nur noch Formsache sein.

Jede Menge Tore, dafür hinten riesiges Chaos: Der VfB und die Bayern boten im DFB-Pokal ein Spektakel mit vielen Fehlern. Den Stuttgartern gab die Torflut neue Hoffnung, w?hrend die Bayern weiter mit dem alten Manko k?mpfen.Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

Er ist wieder ganz der Alte. Franck Ribéry, schon zuvor auf dem Platz einer der besten Münchner, ist endlich wieder Spa?vogel. Raus aus den Katakomben und rein in den Bus, ohne den Blick einmal zu heben, dreimal kr?ftig auf die Hupe für die wartenden Fans - fertig war ein denkwürdiger Bayern-Abend in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena.

Was in Stuttgart bleibt, ist die Hoffnung. Der VfB hat in der Rückrunde 17 Endspiele gegen den Abstieg, scheint diese aber immerhin mit einer intakten Moral anzugehen. Und die Bayern? Die werden sich steigern müssen, wollen sie ihre naturgem?? hoch gesteckten Ziele noch erreichen. Wie sagte doch Schweinsteiger kurz nach dem Spiel: “Auf noch h?herem Niveau verlieren wir so ein Spiel.” Einspruch unn?tig.

Mario Gomez zeigte sich dagegen weniger als “Schwaben-Freund”. Nach etwa 30 Minuten verlie? er angeschlagen den Platz, hatte zuvor wieder mal getroffen, zunehmend aber auch die Lust auf die sportliche Heimat verloren. Wieder wurde er gellend ausgepfiffen und verh?hnt, auch weil er derzeit kaum zu stoppen ist. Dabei waren die Stuttgarter Fans, nach den Beinahe-Krawallen vom letzten Sonntag ebenfalls weihnachtlich eingestimmt. Keine Pfiffe, keine lauthalse Kritik am Vorstand, dafür Unterstützung ohne Ende - ein bisschen Frieden in der Untertürkheimer Kurve.

Viele Gute - aber ein ganz Gro?er

Die Stuttgarter Spieler machten es ihnen leicht. Natürlich leisteten sie sich wieder einmal eklatante Fehler in der Defensive, dafür aber rackerten sie bis zum Umfallen. Das kommt an in Stuttgart, an trüben Tagen wie diesen. Boulahrouz sprach davon, dass “Labbadia ihnen ein neues System” mitgeben habe und der neue Trainer die Mannschaft “erreiche”. Labbadia selbst drehte am gro?en Rad: “Mit der Geschlossenheit, die heute in der Mercedes-Benz Arena herrschte, wollen wir auch die Menschen in Stuttgart mitnehmen.” Ganz Stuttgart? Weihnachten eben.

DFB-Pokal - Farfán erlöst Schalke nach hartem Kampf

4. Januar 2011
Der FC Augsburg dagegen war der traurige Verlierer nach einer erfolgreichen Hinrunde. In der 2. Bundesliga geht die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay als Tabellenführer in die Winterpause.

Schalke zieht nach einem 1:0 (0:0)-Erfolg beim FC Augsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Jefferson Farfán sorgte mit seinem Treffer nach Vorarbeit von Raúl für die sp?te Führung (84). Vorausgegangen war ein ausgeglichenes Spiel, in welchem sich beide Teams nur wenige Chancen herausspielten.Verlierer des Spiels: Edu

83. Erste gute Aktion von Thurk: An der Strafraumkante versetzt er mit einer schnellen Bewegung H?wedes und zieht ab. Neuer h?lt den Flachschuss. Das Spiel nimmt deutlich an Fahrt auf.

In der 52. Minute gab es den ersten Eckball in einem Spiel, das bis dahin kaum ereignis?rmer h?tte sein k?nnen.

71. Ganz starke Aktion des Schalker Angriffs-Duos. Huntelaar schl?gt aus vollem Lauf, nahe der Eckfahne, eine scharfe Flanke in die Mitte. Dort steigt Raúl hoch, setzt sich gegen zwei Augsburger durch und k?pft nur knapp am Tor der Augsburger vorbei.

65. Dicke Chance für Augsburg: Werner wird herrlich freigespielt, l?uft allein auf Neuer zu. Aus 15 Metern h?lt der Linksfu? voll drauf. Neuer pariert. Die anschlie?ende Ecke bleibt folgenlos.

Speziell in den ersten 45 Minuten gelang der Mannschaft, welche in Bestbesetzung aufgelaufen war, so gut wie nichts. Nicht eine einzige M?glichkeit konnte sich der Bundesligist herausspielen. Im zweiten Durchgang konnten die Schalker sogar froh sein, dass sie in der 65. Minute nicht in Rückstand gerieten, nachdem Tobias Werner entwischt war und Manuel Neuer mit einer Schuss aus 15 Metern prüfte. Nach einer sch?nen Einzelaktion von Raúl sorgte schlie?lich Farfán in der 84. Minute mit einem satten Schuss in die lange Ecke für den schmeichelhaften Einzug ins Viertelfinale.

Stimmen zum Spiel:

Knaller des Spiels: Das Tor

60. Huntelaar leitet ein Zuspiel von Kluge direkt auf Raúl weiter. Der Spanier zieht sofort ab. Der Ball geht aber einen Meter am Tor vorbei. Dennoch: Starke Kombination der “Knappen”.

73. Huntelaar taut ein wenig auf. Der Holl?nder nagelt aus über 30 Metern drauf, aber der Ball geht gut zwei Meter über das Augsburger Geh?use.

Der Brasilianer wurde in der 54. Minute eingewechselt und kurz vor Schluss wieder aus der Partie genommen. Magath: “Er hat mir trotzdem frohe Weihnachten gewünscht.”

Jos Luhukay (Trainer FC Augsburg): “Wir haben es verpasst, ein Tor zu erzielen. Werner hatte die gro?e Gelegenheit zur Führung. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. überhaupt ist es sensationell, was wir 2010 geschafft haben.”

77. Fast das Tor für Schalke: Schmitz dringt in den 16er ein, passt nach innen. Von einem Augsburger Bein kullert die Kugel in Richtung Tor. Bellinghausen kann noch vor der Linie kl?ren. Das war knapp.

79. Wieder eine gro?e M?glichkeit für Schalke: Farfan bedient Rakitic, der verzieht aus 16 Metern. Huntelaar rutscht wenige Meter vor dem Tor nur knapp an dem verunglückten Schussversuch vorbei.

Viele H?hepunkte gab es nicht, das Tor allerdings war ansehnlich. Raúl vernaschte die Abwehr des FCA nach Strich und Faden. Der Abschluss von Farfán war ebenfalls erste Sahne.

Die H?hepunkte des Spiels:

84. TOOOR für Schalke! Raúl dribbelt zwei Augsburger im 16er aus. Der Spanier legt sich dann den Ball zu weit vor. Das macht aber nichts, weil von rechts Farfán angerauscht kommt und mit einem satten Schuss zur Führung einschie?t. 1:0 für Schalke.

Zahl des Spiels: 52.

Die Lehren des Spiels:

Felix Magath (Trainer Schalke 04): “Ich wei? nicht, ob die Bayern bei den Bodenverh?ltnissen hier aufgelaufen w?ren. Das waren Bedingungen, die es uns schwer gemacht haben. Augsburg war der schwere Gegner, den ich erwartet habe. Es war ein typisches Pokalspiel: Der Zweitligist war hochmotiviert, w?hrend wir nicht ganz so zweikampfwillig waren. Dennoch bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.”

24. Schmitz hat auf Schalker Seite gro?e Probleme mit dem quirligen Hain. Dieser vernascht Schmitz mal wieder und zieht anschlie?end ab. Sein Schuss geht ein, zwei Meter über den Kasten.

Das turbulente Jahr 2010 geht für Schalke mit einem Erfolgserlebnis zu Ende. Die “Knappen sind nach dem Sieg gegen Augsburg weiter in drei Wettbewerben vertreten und dürfen als Belohnung nun doch noch etwas l?nger den Weihnachtsurlaub genie?en. Coach Felix Magath l?sst seine Profis erst am 2. Januar, fünf Tage sp?ter als geplant, zum Training antanzen. Nach dem desastr?sen Fehlstart hat sich die Mannschaft in den letzten beiden Monaten gefangen. “Ich kann nichts Schlechtes an diesem Jahr 2010 finden”, bilanzierte der Coach der “K?nigsblauen” nach dem Pokalsieg der ziemlich schwer fiel.

Hallo Welt!

8. August 2006

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